Jetzt informieren und Zuschüsse sichern!

Bei Umbau und Sanierung als barrierefreies Bad

Zuschüsse für das barrierefreie Bad

Wer sein Bad für die Bedürfnisse des Alters umrüsten will, kann auf Unterstützung zählen.

Barrierefreie Bäder stehen für Sicherheit und Bewegungsfreiheit. Wichtige Punkte von denen Familien mit Kindern, ältere Menschen, behinderte oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen profitieren. Viele schrecken aufgrund der Kosten vor solch einem Badumbau zurück. Wir haben ein paar wichtige Informationen für Sie zusammengefasst.


Folgende Förderungen gibt es nur mit Einhaltung der Normen:

  • KfW-Programme 159 und 455
    Sie können sich für einen Kredit (Programm 159) oder einen Investitionszuschuss (Programm 455 - erst seit 2017 wieder!) in Höhe von bis zu 12,5% (max. 6250 Euro) der verblieben Kosten entscheiden.

    Voraussetzungen/Ablauf:
    Die Bezuschussung bezieht sich immer auf den verbleibenden Eigenanteil. Eine Kombination mit den Maßnahmen der Pflegekasse ist nicht möglich, Die Umbauarbeiten müssen durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden. Das KfW-Programm 159 wird bei der Hausbank beantragt, das Programm 455 direkt bei der KfW-Bank.

  • Wohnbauförderprogramme (bis 10.000 Euro in Bayern)
    Es handelt sich bei dem Förderprogramm um einen einmaligen, einkommensabhängigen Zuschuss für das barrierefreie Bauen. Der Zuschuss wird als leistungsloses und tilgungsfreies Darlehen für Umbauten an Wohnungen und Häusern gewährt.

    Voraussetzungen/Ablauf:
    Es muss das unterschreiten einer Einkommensgrenze, sowie ein Schwerbehindertenausweis vorliegen. Es spielt außerdem eine Rolle, ob und wie viele Kinder im Haushalt wohnen. Das Einkommen aller Haushaltsangehörigen im Zeitraum der letzten 12 Monate ist zu belegen.

    Unterschieden wird zwischen Mietwohnraum und Eigenwohnraum.
    Zuständig für Eigenwohnraum ist die Stadtverwaltung bzw. die Landratsämter. Für Mietwohnungen die Regierungen bzw. die Landeshauptstadt München oder die Städte Augsburg und Nürnberg.

    Vor Bewilligung des Antrags darf nicht mit dem Bau begonnen werden.

    Das fertige Bad wird vor Auszahlung von der Stadt bzw. dem Landratsamt abgenommen. Falls dann Details nicht stimmen, wird der Zuschuss für das gesamte Badezimmer verweigert.


DIN-Normen:

DIN 18040-2 - Allgemein gültig

Bad

Türen: Öffnungsrichtung nach außen;
müssen von außen entriegelt werden können.
Wände: Müssen so ausgerichtet sein,
dass bei Bedarf Stützgriffe und/oder Haltegriffe nachgerüstet werden können.
Ausstattungselemente: Sollten sich visuell kontrastreich von ihrer
Umgebung abheben
Armaturen: Vorzugsweise Einhebelarmaturen mit
schwenkbaren Auslauf und verlängerter Hebellänge.
Bei einer berührungslosen Armatur ist eine Temperaturbegrenzung erforderlich.

Dusche

Muss stufenlos begehbar sein!
Nur Bodenbeläge nach Bewertungsgruppe B und R10

Familienbad

Empfehlenswert: Gleichzeitige Anordnung von Dusche und Badewanne.
Mehrbedarf an Fläche: 0,85m²
Waschtisch Der Spiegel (Höhe > 100 cm) ist unmittelbar über dem Waschtisch anzubringen. Ein Handtuchhalter sollte die Funktion des Haltegriffs/Stützgriffs mit übernehmen.
Ideal ist eine Ablagefläche am Waschbecken.
WC, Toilette Stützklappengriffe möglichst mit Feder,
sind auf jeder Seite des WC-Beckens zu montieren
(keine Winkelgriffe). Die Oberkante über der
Sitzhöhe beträgt 28cm.
Eine Rückenstütze, nicht der WC-Deckel, ist 55cm hinter der
Vorderkante des WC-Beckens anzuordnen. T
oilettenpapierhalter und Spülung müssen mit der Hand
oder dem Arm bedienbar und erreichbar sein.

 

Zusätzliche Unterscheidungen:

 

Barrierefrei (DIN 18025-2)

Bewegungsflächen 120x120cm vor WC, Waschtisch und Badewanne
Dusche 120x120cm, kann als Bewegungsfläche mit genutzt werden,
wenn die Türen wegklappbar sind
WC, Toilette 20cm zur Wand oder zu anderen Sanitärobjekten
Waschbecken Beinfreiraum unter dem Waschtisch
Badezimmertüren 80cm lichte Durchgangsbreite
205cm lichte Durchgangshöhe

 

 

Rollstuhlgerecht (DIN 18025-1)

Bewegungsflächen 150x150cm vor WC, Waschtisch und Badewanne
Dusche 150x150cm, kann als Bewegungsfläche mit genutzt werden,
wenn die Türen wegklappbar sind
WC, Toilette 90cm Bewegungsfläche auf einer Seite
30cm Abstand auf der anderen Seite
Sitzhöhe: 46-48cm
Waschbecken Beinfreiraum: 90cm breit, 55cm tief
Unterfahrbarkeit: 67cm
Einbauhöhe: max. 80cm
Kniefreiraum in Tiefe: 30cm
Badezimmertüren 90cm lichte Durchgangsbreite
205cm lichte Durchgangshöhe

 


Folgende Förderungen gibt es auch ohne Einhaltung der Normen:

  • Krankenkasse (über die Hilfsmittelverordnung)
    Bezuschusst/Übernommen werden Toilettenerhöhungen, Stützklappengriffe, mobile Duschhocker, Decken-Bodenstangen oder ein Badewannenlift.

    Voraussetzungen/Ablauf:
    Die ärztliche Verordnung vom Haus- oder Facharzt muss die genaue Bezeichnung des Hilfsmittels enthalten. Die Verordnung wird dann im Sanitätshaus abgegeben, welche diese bei der Krankenkasse einreicht. Nach der Genehmigung durch die Krankenkasse können Hilfsmittel bestellt werden.

  • Pflegekasse/Pflegeversicherung (Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis 4000 Euro)
    Bezuschusst/Übernommen werden ebenerdige behindertengerechte Duschen, fest installierte Haltegriffe in Bad und Dusche, Standstützgriffe oder der Einbau einer höheren Toilette.

    Voraussetzungen/Ablauf:
    Die Feststellung einer Pflegestufe ist erforderlich. Es wird ein Kostenvoranschlag für die geplante Maßnahme, zusammen mit dem Antrag bei der Pflegekasse eingereicht. In der Regel muss z.B. die Sozialstation, die Umbaumaßnahme schriftlich befürworten. Dazu bestätigt sie die Notwendigkeit der Maßnahme auf der Notwendigkeitsbescheinigung, einem Vordruck der Pflegekasse.

  • Stiftungen
    Voraussetzungen/Ablauf:
    Generell fördern Stiftungen nach Bedürftigkeit, der Zielgruppe Ihrer Satzung und dem Verwendungszweck, der ebenfalls festgelegt ist. Ein Zuschuss kann nur aufgrund eines Antrags gewährt werden. Zum Nachweis der Bedürftigkeit müssen alle Einkünfte offen gelegt und nachgewiesen werden. Ebenso muss die Zugehörigkeit zu dem von der jeweiligen Stiftung geförderten Personenkreis (der Zielgruppe) nachgewiesen werden, z.B. durch einen Arztbericht, aus dem dies klar hervorgeht. Schließlich muss für die Umbaumaßnahme ein Kostenvoranschlag und ein Finanzierungsplan (wer bezahlt wie viel, welche Stiftungen haben bereits zugesagt oder stehen noch aus, wie hoch ist der Eigenanteil, welche weiteren Förderungen sind beantragt oder bereits zugesagt) beigefügt werden.

  • Sozialhilfeträger bei Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II
    Voraussetzungen/Ablauf:
    Es muss über die jeweilige zuständige Behörde, also das Amt für Grundsicherung oder das Jobcenter bzw. die Optionskommune ein Antrag auf einen behindertengerechten Umbau des Badezimmers gestellt werden. Auch schriftliche Kostenvoranschläge sind notwendig. Zuvor muss in der Regel nachgewiesen werden, dass keine anderen barrierefreie Wohnung zur Verfügung steht. Ein Mitarbeiter des örtlichen Gesundheitsamtes muss den Umbau bestätigen. Der Sozialhilfeträger übernimmt nur die Kosten für die notwendigen Umbauten.

Zurück